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(Freitag, 28.05.2004) - In kaum einer anderen provenzalischen Stadt ist das Mittelalter noch so gegenwärtig, wie in der "Stadt der Päpste". Doch glücklicherweise besteht Avignon nicht nur aus einer Ansammlung altehrwürdiger Bauten aus längst vergangenen Tagen, sondern ist auch dank seiner Universität und seines Festivals eine überaus lebendige Stadt.

Ende Mai wurden im Papstpalast bereits die Tribünen für eins der bedeutendsten europäischen Sommerfestival aufgebaut. An vielen Stellen waren bereits Plakate und Ankündigungen zu sehen. Im Juli und August ist Festivalzeit in Avignon mit hunderten von Aufführungen. Bis in die Nacht sind dann die Plätze gefüllt mit Aufführungen und Besuchern gefüllt.

Jetzt Ende Mai war die Stadt voll, aber die ließen sich noch aushalten. Das einzige Problem, was es wohl zu jeder Jahreszeit in Avignon gibt, ist die Parkplatzsuche. Wer nicht wie ich, unfreiwillig bereits vor dem "zu-Fuß-Besichtungen" eine "Auto-Besichtigung" durch das Labyrinth der Einbahnstraßen machen möchte, sollte seinen Parkplatz außerhalb der Stadtmauern suchen. Anschließend ist es ein leichtes, gemütlich durch die Stadt zu schlendern.

Besichtigt habe ich in Avignon den Papstpalast und die Pont St. Benezet ("... sur le pont d' Avigon ..."). Die restliche Stadt bin ich ziemlich planlos angegangen, bin dort gegangen, wo ich es schön fand und welche Strasse interessant aussah.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause bin ich vor dem schwülheißen Klima der Stadt ins Gebirge, ins Hinterland der Vaucluse gefahren. Mein Ziel war hier der Mont Ventoux. Unten im Tal waren es satte 30 Grad. Als ich oben in 1909 m Höhe nach unzähligen Serpentinen ankam, waren es bescheidene 13 Grad. Es kam mir fast wie Frost vor.

Der Wind pfiff, oben auf dem Aussichtsturm wurde ich fast weggeweht, nur mit Mühe konnte ich mich gegen den Wind stemmen und war froh, als ich - ordentlich zerzaust - wieder auf der windabgewandten Seite ankam. Von hier oben hatte ich einen weiten Blick auf die fast wie Schnee schimmernde Gipfelkuppe. Viele Radfahrer quälten sich von Malaucene die über 20 km langen Serpentinen von der Westflanke auf den Gipfel hoch.

Die Ostflanke bin ich anschließend hinuntergefahren, in sanften Bögen geht die Straße wieder hinab in die Ebene. Eine gemütliche Kaffepause habe ich noch im Ort Sault gemacht. Von hier aus hat man vom "Cafe Panoramique" einen weiten Blick über die Ebene bis zum Mont Ventoux. Beschaulich ist es hier, wenn am frühen Abend viele der Touristen wieder weiter gezogen sind.

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Avignon

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Avignon mit Papstpalat, Pont St. Benezet ("... sur le pont d' Avignon ...") und Eindrücken aus der Innenstadt

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Avignon mit Papstpalat, Pont St. Benezet ("... sur le pont d' Avignon ...") und Eindrücken aus der Innenstadt

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Mont Ventoux

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Mont Ventoux, mit 1909 m Höhe der höhste Berg der Umgebung, zieht Wanderer, Radfahrer und natürlich auch Autofahrer magisch an, ein Ausflug lohnt sich nur bei wolkenlosem Himmel, bietet dann aber einen weiten Blick in die Umgebung

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Sault

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Sault liegt an der Ostflanke des Mont Ventoux. Von hier aus hat man vom "Cafe Panoramique" einen weiten Blick über die Ebene bis hin zum Mont Ventoux.

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