Die Stadt erstreckt sich auf einem fruchtbaren Plateau, das abrupt und spektakulär ins Meer abfällt. Die Abbruchkante ist sowohl vom Meer als auch vom Land ein atemberaubender Anblick. Sorrent war für mich ein ideales Standquartier für Ausflüge entlang der Küste und nach Capri.
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(Mittwoch, 29.06.2005) – Strandtag in Baia Domizia
Nach fast 40 Grad in Pompeji gönnte ich mir heute einen Strandtag auf dem Campingplatz und genoß die schöne Poollandschaft und den gepflegten Sandstrand mit Blick auf den Golf von Gaeta. Wie immer konnte man Liegen, Sonnenschirme und alles mögliche leihen, so wie es an italienischen Stränden üblich ist. Nur heiß blieb es leider immer noch.
(Donnerstag, 30.06.2005) – Sorrent und Positano
So schön mein Strandtag auch war, aber um von Baia Domizia nach Sorrent zu kommen, war er einfach zu weit weg vom Schuß. Also entschloß ich mich, umzuziehen.
Mit Sack und Pack fuhr ich fast zwei Stunden, durfte erst mal wieder an allen Baustellen auf Neapels Autobahnen vorbeikurven, wieder süditalienische Autofahrerkunst kennen lernen, um dann nach mittäglichem Siesta-Verkehr nach zwei Stunden in Sorrent anzukommen.
Die Stadt selber erstreckt sich auf einem fruchtbaren Plateau, das abrupt und spektakulär ins Meer abfällt. Die Abbruchkante ist sowohl vom Meer als auch vom Land ein atemberaubender Anblick. Sorrent war für mich ein ideales Standquartier für Ausflüge entlang der Küste und nach Capri.
Auf dem Campingplatz „Camping Santa Fortunata Campogaio“ war für mich nur noch auf der obersten Stelle des Hanges ein Plätzchen frei für mein Zelt. So schön die Aussicht war, war dies der windigste Teil des ganzen Platzes. Der ganze Golf von Sorrent lag vor meinen Füssen, ich musste erst mal schauen, daß mein Zelt nicht wegflog.
Nachdem ich alle möglichen Sicherungen gegen das Wegfliegen meiner „Ferienwohnung“ angebracht hatte, fuhr ich in der zweiten Tageshälfte nach Positano. War schon die Fahrt nach Sorrent spektakulär, sobald ich mal den nervenden Stadtverkehr von Neapel hinter mir gelassen hatte, war die Strecke nach Positano einfach herrlich anzusehen.
Kurvige Strassen, hinter jeder Biegung ein schöne Aussicht, nur leider nicht an jeder Ecke ein Platz zum Anhalten. Kurz vor Positano gibt es aber einen sehr schönen Platz – mit Kiosk und Obstverkäufer (teuer aber lecker) – der einen guten Blick auf den Ort eröffnet.
Nach einer erfolglosen Ehrenrunde durch Positano, in der ich einen Parkplatz suchte, fuhr ich wieder an die Bergstrasse und stellte dort mein Auto zu den Hunderten von anderen, die dort schon parkten. Parkplätze gibt es in Positano nur an Parkuhren, mit kurzer Parkdauer (und selbst die waren belegt) und in Parkhäusern, in denen man zum Rangieren seinen Autoschlüssel lassen musste. Jeder kann sich selber überlegen, was er lieber macht.
Also oben abgestellt und runter gelaufen, zum hoch Fahren gab es ja einen Minibus. Der Weg runter war malerisch, der Ortskern dann selber ziemlich touristisch und gar nicht so gross, wie ich mir das vorgestellt hatte. Am Meer war der starke Wind sehr zu spüren und die kleinen Boote, die die Touristen von den umliegenden Stränden und Buchten abholten, hatten ganz schön zu kämpfen.
Positano im Ortskern war einfach nur voll und rein auf Touristen abgestellt. Von oben gesehen, aber sieht der Ort an der Steilküste spektakulär aus, die Häuser stapeln sich mit an dem tiefen Felseinschnitt und die Farben leuchten in allen erdenklichen Farben.
Zurück nach Sorrent wollte ich gerne zu Abend essen. In einer Seitenstrasse der Piazza Tasso fand ich direkt einen Parkplatz. Ich konnte mein Glück kaum fassen und hätte gerade dadurch misstrauisch werden sollen. Was ich nicht wusste, abends wird die gesamte Innenstadt ab 20 Uhr für den Verkehr gesperrt, alle Autos haben zu verschwinden und den Fußgängern gehört die Altstadt. So erklärt es sich, daß ich um 19.30 Uhr natürlich gut einen Parkplatz bekam. Mein Auto stand übrigens um 23 Uhr noch an der Stelle, wo ich es geparkt hatte. Allerdings mitten in einer Fußgängerzone und ziemlich einsam. Zwei nette Polizisten auf Motorräder geleiteten mich durch die Menschenmassen und entließen mich mit einer netten Verwarnung – noch mal Glück gehabt !
Die Innenstadt war ansonsten sehr schön, ruhige Gassen wechselten mit lebhaften Geschäftsstrassen ab. Viele Geschäfte waren abends noch auf und für den kleinen und grossen Hunger gab es alle erdenkliche Auswahl.
Ich entschied mich für eine Hafentrattoria in Marina Grande. Über viele Stufen kam ich unten an. Auf einer offenen Terrasse direkt am Wasser klang ein ereignisreicher Tag aus.
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Positano
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Sorrent
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