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Grossartige Sehenswürdigkeiten hat der Ort nicht, er hat aber unbestreitbar Atmosphere und bietet alle Voraussetzungen - einen langen, geschutzten Strand, nette Geschäfte, gutes Preisniveau - für einen entspannten Urlaub.

Meinen Reisebericht finden Sie direkt im Anschluß.
Die Fotos dazu finden Sie etwas weiter unten oder wenn Sie direkt » hier klicken.



(Dienstag, 05.07.2005)
Eindrücke von Levanto

Es hatte geregnet in der Nacht und das erste Mal in meinem Urlaub empfing mich morgens kein strahlendblauer Himmel. Zum Wandern war es zu unbeständig, zum Baden viel zu stürmig, die Strände waren gesperrt, nur Lebensmüde hätten sich heute in die Wellen gewagt.

Ein Ersatzprogramm war schnell gefunden. Morgens wenn alle Läden in Levanto offen haben, brodelt der Ort vor Leben. Touristen und Einheimische decken sich mit allen Dingen des täglichen Bedarfs ein. Jeder hat „seinen“ Bäcker, Metzer, Tante-Emma-Laden zum Einkaufen. Es gibt keine Riesenläden, alles geht hier noch ziemlich ruhig von statten. Viele haben Zeit für einen Schwatz auf der Strasse, im Laden, treffen sich in den Espresso-Bars auf ein erstes Getränk.

Durch die Übersichtlichkeit des Ortes hatte ich schnell raus, wo es alles gab und doch wurde es nicht langweilig, durch die Strassen zu schlendern.

Da aber auch Levanto nicht ein Tagesfüllendes Programm ist, ging es mittags dann nach Viareggio, meterhohe Wellen schauen. Verlassene Liegeschirme säumten den Strand, nur ein paar einsame Surfer waren im Wasser, nachmittags fuhr ich dann nach Lucca, schlenderte durch die Stadt, entdeckte Platz auf dem früher das römische Amphitheater stand. Heute bilden Häusern diesen ovalen Platz nach, bilden eine perfekte Kulisse mit ähnlicher Architektur, um einen Eindruck von toskanischer Baukunst zu bekommen. Ich schloß den Tag ab, in dem ich von Carrarra aus in die Marmorberge hoch fuhr. Schon von weitem konnte ich die weißen aufgeschlagenen Berge sehen, in denen der Marmor abgebaut wird.

Es war schon zu spät, daß Geschäfte aufhatten. Und doch war es eindrucksvoll, auf 532 m Höhe nach Colonnata hochzufahren, mitten in den Marmorbrüchen zu stehen und blendend-weißen Marmor in den Händen zu halten. Der ganze Ort Colonnata ist von Tage-Bergwerken umschlossen, überall sah ich die Wunden, die der jahrhundertelange Abbau von Marmor hinterlassen hat.

Da die Berge schon im Schatten lagen, war es in dieser Höhe – nach 25 Grad in Lucca – mit 17 Grad für mich empfindlich kalt. Zudem war es ruhig hier oben, jetzt wo abends die Bagger ruhten. Es war beeindruckend diese Massen zu sehen, aber auch zu sehen, das Carrarra-Marmor hier etwas ganz alltägliches ist.



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