Mein zweiter Tag in den Dolomiten; meine Ziele waren heute das Pordoijoch und eine Fahrt auf den Sass Pordoi. Am Nachmittag führte mich eine Wanderung von der Passhöhe über Teile des Bindelweges bis zur Bindelweg-Hütte.
Meinen Reisebericht finden Sie direkt im Anschluß.
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Sonntag, 19.06.2005
Meine erste Nacht war gar nicht so kalt; wie ich gedacht hatte. Sonnenschein empfing mich am Morgen. Entspannt im Schatten gefrühstückt, denn die Sonne brannte schon ganz schön im Rücken. Von den vier Pässen rund um die Sella-Gruppe (Sella-, Pordoi, Grödner- und Campolongo-Joch) heute mit dem Auto hoch zum Pordoi-Pass (2239 m) gefahren.
Hier brauchte ich 27 Spitzkehren „ital.: torante“, bis ich fast auf der identischen Höhe, wie am Sella-Joch war. Das Wetter war herrlich, gute Sicht, Sass Pordoi klarer Himmel, kein Dunst, genau richtig, um mit der Kabinenbahn auf den Aussichtsberg - 2938 m hoch - zu fahren.
Unten an der Talstation an der Passhöhe versammelten sich Hundertschaften von Motorradfahrern. Eigentlich nichts ungewöhnliches auf den hiesigen Passtrassen, um so überraschter war ich ,dass ein italienischer Vespa-Club hierhin eine Fahrt machte. Die Strecke war nicht schwer, nur lang, und auch nicht sonderlich steil - trotz der 1000 Höhenmetern - zu fahren, aber die Leistung nötigte trotzdem Respekt ab.
Die Seilbahn hoch zum Sass Pordoi brauchte nur knappe 10 min für die Fahrt hoch. Ohne Stützstrebe überwand sie 700 Höhenmeter. Vorbei ging die Bahn an Bergklettern, die im Schweiße ihres Angesichtes die gleiche Strecke hochkraxelten, bis sie oben auf dem Aussichtsplateau angelangte.
Die Aussicht von dort oben enttäuschte nicht. Ich hatte das Gefühl, die ganzen Dolomiten lägen mir zu Füssen. Der Blick konnte in jede Richtung schwenken, Von der Bergstation konnte man einige Hütten auf dem Plateau sehen. Unten im Tal waren die Passhöhe, der Sella-Pass und auch die Orte des Fassa-Tals gut zu erkennen. Oben auf dem Plateau lag sogar noch einiges an Schneeresten. Nach ausgiebigem Schauen fuhr ich wieder runter, da ich noch ein Stück des Bindelweges gehen wollte.
Der Bindelweg (Viel del Pan), einer der Dolomiten-Höhenwege (Beschilderung: Weg-Nr. 601) startet am Pordoi-Pass (2239 m) und geht über die Fredarola-Hütte –im Sommer eine ziemlich unromantische Sache - weiter zur Bindelweg-Hütte (Rifugio Viel del Pan).
Der Weg bis zur Fredarola-Hütte (2388 m) geht circa eine dreiviertel Stunde moderat bergan, von dort ist es ein gut ausgebauter Weg ebenfalls eine knappe dreiviertel Stunde mit leichtem Auf Und Ab und herrlichen Blick über den Lago und Passo di Fedaia zur Marmolada. Die Bindelweg-Hütte schien gerade wieder neu eröffnet worden zu sein. Das Foto im Wanderführer zeigte eine sehr viel kleinere Hütte. Jetzt war alles gross und noch neu mit hellem Holz, Tipp topp in Ordnung. Eine einheimische Blaskapelle spielte für Freunde auf.
Bereits im Nachmittagslicht ging ich den gleichen Weg zum Pordoi-Pass zurück. Unterwegs gab es immer wieder schöne Blicke mit warmem Licht auf den Sass Pordoi und das Fassa-Tal. Wie am Abend zuvor, gab es zwar Nachmittags einige Wolken, die sich aber bis Abends komplett auflösten. Als ich nach knappen 1,25 Stunden zurück am Parkplatz war, hatten sich die Massen verlaufen. Früh am Abend hatte ich den Pass Pordoi fast für mich alleine, hätte ich lang genug gewartet, hätte ich sicher einen schönen Sonnenuntergang mitbekommen. So fuhr ich zurück ins Fassa-Tal, wo durch die Lage bereits um 20 Uhr die Sonne hinter den Bergen verschwand. Mit Licht verschwand gleichzeitig auch die Wärme, so dass es schnell statt 25 Grad in der Sonne nur noch 15 Grad am Abend waren.
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Die Wanderung im Detail
Wanderung vom Pordoijoch über den Bindelweg zur Bindelweg-Hütte (Ausschnitt aus der Kompass-Karte 686 - Val di Fassa)
Um den Kartenausschnitt im Detail zu sehen, klicken Sie bitte » hier.
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Mit der Seilbahn auf den Sass Pordoi
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Mit der Seilbahn auf den Sass Pordoi bieten sich herrliche Rundblicke auf den Langkofel, das Sellajoch, das Fassa-Tal, die Marmolada und natürlich die Serpentinen des Pordoijoches. |
Wanderung entlang des Bindelweges
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Der Bindelweg verläuft als Höhenweg immer in Sichtweite der Marmolada. Moderat ansteigend konnte ich gemütlich bis zur Bindelweg-Hütte gehen. |
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